|


Münzen
Scheine
Zeitplan
Sehen, Kippen, Fühlen
Euro-Herstellung
DM-Vernichtung
Euro-Umrechner

Tauschhandel
erste Münzen
Plastikgeld
Kröten und Mäuse
Redewendungen
Sagenhaft

Europa und der Stier
Europäische Union
Eurosystem
Währungen

Spiele
Quiz
Forum
Tipps
Links
|
Thema:
EURO
Tauschhandel
Geld hat nicht ein einziger
Mensch zu einer ganz bestimmten Zeit erfunden, so wie das Telefon, oder
den Dieselmotor. Geld hat sich im Laufe der Zeit mit der Geschichte der
Menschheit entwickelt. Die ersten Menschen kamen noch ohne Geld aus.
Sie
lebten in Höhlen und jagten Tiere, um sich und ihre Familien zu ernähren.
Die Felle der Beute dienten als Kleidung. Als die Menschen anfingen, in
größeren Gemeinschaften zu leben und Dörfer zu errichten,
stellten sie fest, dass es wesentlich effektiver ist, die Arbeit untereinander
aufzuteilen.
So
konnte zum Beispiel der eine wesentlich besser Jagdwaffen herstellen,
während der andere ein ausgesprochen erfolgreicher Jäger war.
Der Waffenschmied konnte seine Speerspitzen nicht essen. Und der Jäger
kam ohne gute Waffen mit viel zu wenig Nahrung von seiner Jagd zurück.
Die beiden tauschten also. Der Schmied erhielt seine Nahrung vom Jäger.
Der wiederum konnte viel mehr Beute erzielen mit den Speerspitzen des
Schmieds. Dieser sogenannte einstufige Tausch, also Ware gegen Ware, wird
"Naturalwirtschaft" genannt.
Du
kennst diesen Tauschhandel vielleicht selber. Wenn du zwei gleiche Dinge
von einer begehrten Sammlung hast, suchst du jemanden, der genau eines
davon haben möchte. Dafür erhältst du dann ein anderes,
das du noch nicht hast. Solange beide mit dem Gegenwert zufrieden sind,
hat ein erfolgreicher Tauschhandel stattgefunden.
Dieser
Tauschhandel hört sich zwar sehr einfach an, das war er aber früher
nicht. Wenn du als Zahlungsmittel zum Beispiel eine Kuh hattest, musstest
du jemanden finden, der dir das, was du wolltest, gegen deine Kuh eintauscht.
Außerdem konntest du viele Zahlungsmittel, wie zum Beispiel Getreide,
nicht jahrelang aufbewahren. Die Tauschmittel waren verderblich und so
kam es, dass die Menschen das sogenannte "Primitivgeld" erfanden.
Es gab auf der ganzen Welt
viele verschiedene Formen und Arten von "Primitivgeld". Diese
hatten alle eines gemeinsam: Sie waren ein anerkanntes Zahlungsmittel.
Meistens waren es Nahrungsmittel, Metalle oder Gegenstände, die in
der entsprechenden Gegend selten und dadurch begehrt waren. Wer viel davon
besaß, galt als reich.

Damit war der zweistufige Tauschhandel erfunden: Einer hatte eine Jagdbeute
übrig und tauschte sie zum Beispiel gegen eine Schneckenkette. Mit
ihr konnte er sich später wiederum einen neuen Speer kaufen.
Die
Bewohner der Yap-Inseln bezahlten mit Steingeld. Die größten
Geldsteine waren bis zu 4 Meter hoch.
|

Äthiopischer
Salzstab
Die Salzstäbe wurden in Schilf gewickelt, damit sie nicht
zerbrachen. Salz wurde noch bis ca. 1920 als Geld verwendet.
|
|

Noch
heute kann vereinzelt in der Mongolei, in Tibet, China und Sibirien
mit Teeziegeln, Platten aus gepresstem Tee, bezahlt werden. Denn
Tee wird dort immer getrunken.
|
|