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Thema: EURO
Die Sage von König Midas

Bacchus, der Gott des Weines, kam mit seinem Gefolge nach Kleinasien. Dort verlor er Silenus, den ihm aber bald König Midas wieder zurückbrachte.

zweigDankbar gewährte der Gott Midas einen Wunsch. "Gib, das alles, was ich berühre, zu Gold werde", sprach Midas. Bacchus erfüllte ihm seine Bitte. stein

Glücklich erprobte der König die neue Gabe. Er brach einen Zweig von einem Baum und der Zweig wurde zu Gold. Er hob einen Stein vom Boden auf und sofort glänzte er golden. Er pflückte eine Ähre und hielt eine goldene Ernte in den Händen. Midas war hoch erfreut.

kornZuhause setzte er sich an den Tisch, reich beladen mit Speisen. Doch sobald er sie kauen wollte, wurden sie zu Gold. Wenn er Wein trank, rann flüssiges Gold durch seine Kehle. Entsetzt erkannte Midas das Unheil.könig

Nun wünschte er den Schätzen zu entfliehen, die er sich vor kurzem noch gewünscht hatte. Die Speise stand vor ihm, doch sie stillte seinen Hunger nicht, essenseine trockene Kehle brannte vor Durst. Da hob er die Hand zum Himmel und rief: "Vater, vergib mir, ich habe gesündigt. Erbarme dich und entreiße mich demkönig schönen Verhängnis!"

Bacchus erhörte den Armen, der seine Schuld bekannte. "Geh hin zum Flusse Paktol. Schreite flussaufwärts bis zur Quelle, tauche dort Kopf und Leib in das sprudelnde Wasser und wasche so deine Schuld ab."

königDer König tat, wie ihm der Gott befohlen hatte, und die Kraft des Goldes entwich seinem Leib und färbte den Fluss golden. Deshalb glänzt heute noch der Sand des Paktol von Gold.



© Südwestrundfunk 2002