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Thema: EURO
Erste Münzen


Tontafel mit Keilschrift aus Mesopotamien,
ca. 2200 v. Chr.

Es ist nicht bekannt, wann zum ersten Mal Geld benutzt wurde. Erste Keilschriften können nachweisen, dass im alten Mesopotamien vor 4000 Jahren mit abgewogenem Silber bezahlt wurde.

In vielen anderen Teilen der Welt galt seitdem Gold und Silber oder eine Mischung aus den beiden Edelmetallen als anerkanntes Zahlungsmittel.

Zunächst hackten die Menschen einfach Stücke von größeren Silber- oder Goldbrocken ab und wogen sie. Oder sie legten die kleinen bohnenförmigen Goldstückchen, die sie in den Flüssen fanden, in die Waagschale. Zum Wiegen benutzten sie verschiedene, von allen anerkannte und oft sogar amtlich hergestellte Gewichte. Entscheidend war das Gewicht des Metalls, nicht die Form.


Lydien, Stater, Electron
ca. 600 Jahre v. Chr.

Im 7. Jahrhundert vor Christus haben die Kaufleute in Lydien (ungefähr das Gebiet der heutigen Türkei) die erste Münze erfunden.

Um sich die mühsame Wiegearbeit zu ersparen, schlugen die Kaufleute eine persönliche Prägung in ihre Metallstücke. Dieser Prägevorgang wird "münzen" genannt. Da damals noch nicht viele Metallstücke im Umlauf waren, gelangte eine Münze immer wieder in die gleichen Hände und so erkannten die Kaufleute ihren Wert auf den ersten Blick.
Erst später übernahm dann der Staat die Aufgabe, die Metallstücke entsprechend ihres Wertes zu prägen. Damit war die Geldmünze erfunden.

Früher bestand Deutschland aus Königreichen, vielen kleinen Staaten und Städten und dadurch gab es auch viele unterschiedliche Währungen.

Der Kreuzer hieß deshalb so, weil er zwei Kreuze auf der Rückseite hatte. Der Gulden war bevorzugtes Zahlungsmittel im süddeutschen Raum. Der Joachimstaler wurde aus dem Silber des Joachimstals hergestellt. Daraus entstand der Taler, auf englisch: "dollar".


Etschkreuzer
Tirol, Hall
1490-1519


Goldgulden
Markgrafschaft Baden
1475-1527


Joachimstaler
Böhmen
1519



1871 wurde das Deutsche Reich gegründet. Zeitgleich kam
die Mark, damit im ganzen Reich ein einheitliches, von allen anerkanntes, Zahlungsmittel galt.
Als die Währung auf Mark umgestellt wurde, war der Taler 3 Mark wert.

 

Abbildungen mit freundlicher Genehmigung des Bankmuseums von der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main.



© Südwestrundfunk 2002