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Zu den wichtigen Problemen, die auf einem isolierten Linux-System gelöst werden müssen, gehören die Datenübertragung und der Zugang zu entfernt stehenden Rechnern (Remote-Zugang). Wir werden hier Lösungen besprechen, die nützliche Alternativen und Erweiterungen zu TCP/IP und UUCP darstellen. Die Utilities C-Kermit und Zmodem gehen über das hinaus, was traditionelle UNIX-Lösungen bieten, indem Sie die Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von Nicht-UNIX-Systemen ermöglichen; außerdem unterstützen Sie mehr Arten des Dateizugriffs und mehr interaktive Arbeitsmodi über serielle Leitungen.
Wenn Sie keinen Internet-Anschluß haben oder mit jemandem kommunizieren möchten, der zwar ein Modem, aber keinen Internet-Anschluß hat, brauchen Sie ein Kommunikationsprogramm. Jedermann sollte mindestens ein solches Programm auf seinem Rechner haben, denn eines Tages werden Sie mit einem anderen System Dateien austauschen müssen, dessen einzige Verbindung mit dem Rest der Welt aus einer seriellen Leitung besteht.
Eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Kommunikationsprogramme ist Kermit. C-Kermit ist aus frühen Kermit-Versionen weiterentwickelt worden und stellt ein vollständiges Paket für die Datenübertragung unter UNIX dar. Zusätzlich zur Unterstützung von Dateitransfers und (heutzutage) von vielen anderen seriellen Diensten ist C-Kermit auch in der Lage, TCP/IP- und X.25-Verbindungen zu handhaben.
C-Kermit unterstützt folgende Dienste:
Obwohl Kermit frei erhältlich ist, verhindern Lizenzbestimmungen, daß es Bestandteil von Standard-Linux-Distributionen wird. Wir halten das für eine bedauerliche Lücke, weil Kermit der »König« aller Kommunikation zwischen verschiedenartigen Computersystemen ist. Kermit ist auf mehr als 150 verschiedene Computerplattformen portiert worden. Wir wollen anhand seiner Entwicklungsgeschichte erläutern, warum Kermit nicht Bestandteil von Linux-Distributionen ist.
Das Kermit-Protokoll für die Datenübertragung wurde 1981 vom Center of Computing Activities an der Columbia University in New York City entworfen. Die Spezifikation des Kermit-Protokolls ist veröffentlicht worden und darf von den Entwicklern von Kommunikationsanwendungen ohne Einschränkungen implementiert werden. Die Trustees (Kuratoren) der Columbia University halten das Copyright von Kermit und kontrollieren somit seine offizielle Entwicklung; allerdings ist es jedermann freigestellt, für den eigenen Bedarf Ergänzungen und Anpassungen vorzunehmen. C-Kermit ist eine der vielen Anwendungen, die das Kermit-Protokoll benutzen. Das Programm wurde 1985 von Frank da Cruz an der Columbia University in C geschrieben -- Hunderte von Entwicklern in der ganzen Welt haben Hilfestellung geleistet und Ideen eingebracht.
Die Entwicklungsgeschichte von Kermit hat die Projekte GNU und Linux vorausahnen lassen -- nämlich in ihren Bemühungen, ein tragfähiges Modell für die Entwicklung und Verbesserung von öffentlicher Software zu etablieren. Die Columbia University hat ihr Copyright zum Wohle der Allgemeinheit ausgeübt. Zu einer Zeit, als ein auffallender Mangel an offenen Standards für die Datenübertragung herrschte, hat die Columbia University dem Entwicklerteam die Entwicklung, Verbesserung, Erweiterung und Spezifikation von Kermit gestattet; gleichzeitig wurde ausgereifte Kermit-Software für eine beeindruckende Reihe von Plattformen frei zur Verfügung gestellt.
Nun ja, »Es ist nicht leicht, grün zu sein«, wie uns Kermit der Frosch in einem Lied mitteilt. Die Columbia University verlangt von Herstellern, die Kermit kommerziell vertreiben, daß vorab eine ausdrückliche Genehmigung eingeholt wird; außerdem muß die komplette Dokumentation zusammen mit der Software ausgeliefert werden. Aufgrund des Umfangs der Kermit-Dokumentation erreicht Kermit preisliche Regionen, die für eine Linux-Distribution nicht tragbar sind.
Trotz allem: Wir halten C-Kermit für die geeignete Software, wenn Sie sicher sein wollen, daß Ihr Linux-System auf zuverlässige Weise mit verschiedenen Rechnersystemen Dateien austauschen kann, deren Benutzerschnittstellen irgendwo zwischen AmigaDOS und ZetaLISP angesiedelt sind. Der Terminalmodus von C-Kermit macht es sogar möglich, Dateien von einem Rechner abzurufen, auf dem Kermit nicht installiert ist; dazu wird die Datei aufgerufen und auf dem »Terminal« von Kermit »angezeigt«. Mit C-Kermit können Sie auch andere Datenübertragungsprotokolle benutzen, indem es mit den Befehlen sz und rz eine Zmodem-Übertragung kontrolliert.
Weil Kermit nicht Bestandteil der Standard-Linux-Distributionen ist, werden Sie es per FTP oder von jemandem besorgen müssen, der es bereits hat. Weiter unten im Abschnitt » C-Kermit besorgen « erfahren Sie, wo Sie C-Kermit beziehen können. Wir beschreiben in diesem Abschnitt die Version, die zum Zeitpunkt des Schreibens aktuell ist: Version 5A, Edit 190.
Sie können den kompletten C-Kermit-Quellcode per FTP aus dem offiziellen
FTP-Archiv kermit.columbia.edu unter den Dateinamen
/kermit/c-kermit/cku*.*
beziehen; benutzen Sie den ASCII-Modus von FTP. Wahrscheinlich werden Sie als
UNIX-Version lieber ein komprimiertes und archiviertes C-Kermit-Paket besorgen
wollen, das in den Dateien
/kermit/archives/cku*.tar.Z
zu finden ist.
(Der Stern bezeichnet den Edit-Level der aktuellen Version -- die UNIX-Version von C-Kermit trägt zum Zeitpunkt des Schreibens den Edit-Level 190.) In Anhang C, FTP-Anleitung und SiteListe finden Sie Hinweise zu FTP, und im Abschnitt » Archivierung und Komprimierung in « Kapitel 4 Informationen zum Entpacken und Entarchivieren von Dateien.
Auch auf anderen FTP-Rechnern in der ganzen Welt finden Sie eine (meistens) aktuelle UNIX-Version von C-Kermit -- beispielsweise auf src.honeywell.com (in /kermit ) oder auf beetle.murdoch.edu.au (in /pub/solaris2/src/kermit ).
Außerdem können Sie Kermit auf verschiedenen Speichermedien direkt vom Kermit Distribution Department der Columbia University beziehen. Rufen Sie unter +1 212 854 3703 an, um zu klären. ob das richtige Medium und Format für Ihr Betriebssystem lieferbar ist. Columbia berechnet eine Gebühr für Material und Handhabung sowie Versandkosten. Die Postanschrift lautet:
Attn: Kermit Distribution, Dept CI
Columbia University, Center for Computing Activities
612 W. 115th Street
New York, NY 10025, USA
Wir gehen davon aus, daß Sie als Systemverwalter C-Kermit auf Ihrem System installieren möchten. Auch wenn Sie nicht der Systemverwalter sind, können Sie C-Kermit installieren -- eventuell in einem der Verzeichnisse $HOME/bin oder /usr/local/bin , falls Ihr Verwalter auf Ihrem Rechner die Installation von Softwarepaketen zur allgemeinen Benutzung gestattet. Weil C-Kermit für die direkte Kommunikation zwischen Rechnern benutzt wird, sollten Sie auf jeden Fall Ihren System- oder Netzwerkverwalter davon in Kenntnis setzen, daß Sie C-Kermit installieren möchten -- sofern es nicht schon installiert ist. Es gilt, die Systemsicherheit und den Virenschutz sowohl auf Ihrem Rechner als auch auf fremden Rechnern zu gewährleisten.
Wenn Sie bereit sind, das C-Kermit-Paket auf Ihrem System zu installieren, sollten Sie ein Verzeichnis finden, in das Sie die Dateien für die Kompilierung kopieren können. Sie könnten (als root ) z.B. folgendes Verzeichnis für die Kompilierung anlegen:
# mkdir /usr/local/bin/kermit5a
Verschieben Sie das Softwarepaket in das gerade erzeugte Verzeichnis. Wenn Sie das Paket per FTP bezogen haben, handelt es sich wahrscheinlich um ein komprimiertes Archiv, das Sie zunächst entpacken müssen:
# gunzip ckermit5A.tar.Z # tar -vxf ckermit5A.tar
Nach dem Entpacken ist die Anzahl der Dateien groß und möglicherweise verwirrend. Die C-Kermit-Dateinamen beginnen typischerweise mit ck ; die ursprünglichen Dateien haben ein ckc oder cke als Präfix, die Dateien der UNIX-Version ein cku . Dokumentationsdateien enden auf .doc oder .bwr bei Hinweisen und Warnungen (beware; Vorsicht!); es gibt ein paar Dateien mit Ankündigungen, die das Suffix .ann (announcement) tragen. Eventuell finden Sie weitere Dokumentationsdateien mit der Endung .hlp (help) vor sowie eine .nr -Manual-Page (»nroff«). Den größten Teil der Dateien können Sie im Augenblick noch ignorieren, solange Sie nicht mit dem Quellcode von C-Kermit herumspielen möchten oder bei der Installation auf Probleme stoßen.
Wahrscheinlich können Sie C-Kermit ohne Schwierigkeiten installieren,
wenn Sie zunächst die Dateien
READ.ME
und
ckuaaaa.doc
, und danach die Datei
ckuins.doc
aus Ihrer Distribution lesen. Eine der Makefile-Optionen paßt bestimmt
zu Ihrer Linux-Installation, und Sie müssen nur noch (als Root) den
Befehl
make
mit dem richtigen Argument aufrufen.
Wahrscheinlich findet sich in Ihrer Distribution noch ein veraltetes
Makefile
, das Sie auf keinen Fall benutzen sollten; Sie sollten diese Datei
löschen oder umbenennen. Es sollte auch eine neuere Datei namens
makefile
vorhanden sein, in der die Konfigurationsinformationen bereits enthalten sind,
die Sie für eine erfolgreiche Kompilierung von C-Kermit für Ihr
Linux-System brauchen. Falls es diese Datei noch nicht gibt, können Sie
ckuker.mak
nach
makefile
kopieren und letztere benutzen. Sie finden die Linux-Optionen am schnellsten,
indem Sie mit Ihrem Editor das Makefile nach dem String »linux«
durchsuchen.
Sie sollten nach Möglichkeit C-Kermit lieber auf Ihrem System
kompilieren, als eine fertig kompilierte Version einzuspielen, weil das
Makefile die Installation an Ihr System anpaßt.
Das Makefile aus den Standarddistributionen von C-Kermit bietet mindestens
vier verschiedene Kompilierungen für Linux an. Es gibt eine Version
für normale serielle Verbindungen; eine, die auch TCP/IP-Netzverbindungen
unterstützt; schließlich diese beiden Optionen mit den statischen
Bibliotheken gebunden. Wahrscheinlich lassen sich alle Versionen mit Hilfe von
make
und
gcc
problemlos auf Ihrem System kompilieren, ohne daß Sie Änderungen
vornehmen müssen; ebenso wahrscheinlich sind alle Versionen so
konfiguriert, daß sie auf der überwiegenden Mehrzahl aller
Linux-Systeme lauffähig sind.
Um eine Standardversion von C-Kermit für serielle Verbindungen zu
erstellen, geben Sie ein:
Wenn Ihr
kermit
außerdem TCP/IP-Verbindungen unterstützen soll, geben Sie ein:
Eine statisch gebundene Version von
kermit
mit Unterstützung für TCP/IP erhalten Sie mit:
(Sie sollten das statisch gebundene
kermit
nur dann kompilieren, wenn Sie eine portable Version brauchen; die statische
Version ist viel umfangreicher als die Shared-Library-Version.)
Falls der
make
-Prozeß mit Fehlermeldungen abbricht, die darauf hinweisen, daß
der Abbruch mit
linux/serial.h
zu tun hat, sollten Sie das Verzeichnis »säubern«:
und
make
noch einmal aufrufen -- fügen Sie dieses Mal das Argument
KFLAGS=-DNOHISPEED an den ursprünglichen
make
-Aufruf an:
Die Konfigurationshinweise zu Ihrer Distribution, die Datei
ckuins.doc
, enthalten weitere
make
-Optionen für den Fall, daß Sie eine ausgefeiltere Installation
z.B. mit einer systemweiten Initialisierungsdatei für Kermit erstellen
möchten. Hier finden Sie auch Hinweise zum Testen der ausführbaren
Datei
wermit
.
In der Voreinstellung konfiguriert das
make
-Skript für Linux
kermit
so, daß es den UUCP-Mechanismus zum Sperren von Dateien benutzt
(temporäre
.lck
-Dateien). Das Skript versucht herauszufinden, in welchem Verzeichnis UUCP
seine Lock-Files ablegt und benutzt dann dasselbe Verzeichnis, um zu
vermeiden, daß es zu Konflikten kommt, wenn verschiedene Benutzer Kermit
und UUCP zur selben Zeit benutzen.
Nachdem
make
erfolgreich beendet worden ist, finden Sie die beiden ausführbaren
Dateien
wermit
und
wart
vor. Wenn Sie
wermit
getestet und für gut befunden haben, können Sie die
Dateiberechtigungen setzen und die Datei in eines der Verzeichnisse für
ausführbare Dateien verschieben:
Die ausführbare Datei
wart
im
make
-Verzeichnis ist ein Ersatzprogramm für das UNIX-Utility
lex
, das während der Ausführung von
make
benutzt wird; wahrscheinlich brauchen Sie diese Datei nicht mehr. Um sowohl
die Objektdateien als auch
wart
zu entfernen, geben Sie im Anschluß an
make
folgendes ein:
Es gibt noch andere Dateien, die Sie an geeigneten Stellen auf Ihrem System
installieren sollten. Falls Ihre Linux-Installation noch keine Online-Hilfe
für C-Kermit 5A enthält, sollten Sie diese von Hand für die
Benutzung vorbereiten:
Falls Sie die C-Kermit-Dateien nicht an den vorgesehenen Stellen ablegen,
sollten Sie vielleicht die Manual-Page
kermit.1
editieren, um dort die tatsächlichen Pfade zu den Beispieldateien von
C-Kermit einzutragen (im Abschnitt FILES). Es empfiehlt sich, die
C-Kermit-Beispiele im Verzeichnis
/usr/local/lib/kermit
abzulegen. Die folgenden Dateien sollten dort stehen:
ckermit.ini
,
ckermod.ini
,
ckermit.kdd
,
ckermit.ksd
,
ckedemo.ini
,
ckevt.ini
,
ckurzsz
,
ckcker.upd
,
ckcker.bwr
und
ckuker.bwr
. Setzen Sie auf jeden Fall die Berechtigungen so, daß die Dateien von
jedermann gelesen werden können; es handelt sich um Beispiele, die
Benutzer für sich kopieren, um daraus ihre individuelle
kermit
-Installation zu erzeugen.
Die Implementierung von C-Kermit für Solaris unterstützt neben
TCP/IP und dem Kermit-Protokoll auch noch X.25-Verbindungen. Falls Sie X.25
benötigen, könnten Sie der Gemeinde der Linux- und Kermit-Benutzer
einen großen Dienst erweisen, wenn Sie diese Version nach Linux
portierten.
C-Kermit ist ein interaktives Programm, bei dem Sie nach dem Start eine Reihe
von internen Befehlen benutzen. Sie brauchen einige Verbindungsdaten, um einen
fremden Rechner erreichen zu können: die Portnummer, Modemdaten und (bei
Wählleitungen) die zu wählende Nummer bzw. die Internet-Adresse bei
TCP/IP-Verbindungen.
Starten Sie das interaktive C-Kermit einfach mit:
Sie haben auch die Möglichkeit, auf der Befehlszeile einige Optionen
anzugeben (siehe unten). C-Kermit zeigt eine Begrüßungsnachricht
und einen Prompt an (normalerweise C-Kermit>, aber Sie können das
ändern). Wenn Sie auf der Befehlszeile allerdings
»Aktions«-Optionen angeben, startet C-Kermit nicht im interaktiven
Modus; es führt statt dessen die Aktionen aus, die durch Flags und
Argumente zum Befehl
kermit
bestimmt werden und kehrt danach in Ihre Shell zurück.
Nachdem Sie
kermit
im interaktiven Modus gestartet haben, wollen Sie als nächstes
wahrscheinlich erfahren, wie Sie denselben wieder verlassen. Sie können
dazu entweder
quit
oder
exit
eingeben. C-Kermit schließt Dateien automatisch und räumt hinter
sich auf, wenn es sich beendet.
Anschließend werden Sie wahrscheinlich mit
set
-Befehlen die richtigen Werte für das Modem, die
Übertragungsgeschwindigkeit usw. einstellen. Sie werden mit dem Befehl
dial
eine Verbindung zu einem anderen System per Telefonleitung aufnehmen und mit
den Befehlen
send
und
receive
Dateien übertragen.
Sie brauchen nicht den kompletten Namen eines Befehls einzugeben, damit
C-Kermit weiß, was es tun soll; geben Sie soviel vom Befehlsnamen ein,
daß er von anderen Befehlen eindeutig unterschieden werden kann. Wenn
Sie beispielsweise nur
exi
oder
ex
eingeben, weiß C-Kermit, daß Sie
exit
ausführen möchten. Wenn Sie nicht genügend Zeichen des
Befehlsnamens eingegeben haben, wird C-Kermit Sie auffordern, weitere Zeichen
einzugeben.
Soviel zu den Grundlagen. Lassen Sie uns jetzt die wichtigsten
Anwendungsbereiche von C-Kermit ausprobieren.
Kermit wird in erster Linie für die Übertragung von Dateien
eingesetzt; dafür benutzt es die Befehle
send
,
msend
und
receive
. Wir werden eine komplette Sitzung mit der Anwahl eines Systems und der
Übertragung von Dateien durchspielen, und starten in unserem Beispiel aus
dem Home-Verzeichnis des Benutzers.
Rufen Sie zunächst Kermit auf:
Anschließend müssen Sie die Kommunikationsparameter setzen. Dazu
gehören der Modemtyp (Hayes), die zu benutzende Gerätedatei (
dev/modem
), die Geschwindigkeit des Ports, die Parität (8 Bits, keine
Parität) sowie die Zeit, die bis zu einem Abbruch gewartet werden soll.
Natürlich werden Sie eine Weile probieren müssen, bis Sie die Werte
kennen, die von den Modems an den beiden Enden Ihrer eigenen Verbindung
unterstützt werden. Zufälligerweise waren folgende Parameter korrekt
für unsere Beispielsitzung:
Rufen Sie an:
Initialisieren Sie die Verbindung:
Jetzt sind Sie in das System world eingeloggt. Wir erstellen die Datei, die
wir übertragen möchten, aus einer Manual-Page:
Starten Sie Kermit auf dem fremden Rechner:
Ändern Sie den Prompt auf dem anderen System. Dieser Schritt ist
optional, wird aber empfohlen, damit Sie erkennen, wann Sie auf dem fremden
Rechner sind:
Übertragen Sie jetzt eine Datei:
Wechseln Sie vorübergehend auf das lokale System, um die Datei zu
empfangen. Geben Sie die Zeichenfolge CTRL-Backslash gefolgt von einem c ein,
um von einem System auf das andere zu wechseln. Mit dem Befehl
r
nehmen Sie die übertragene Datei in Empfang:
Kehren Sie auf das fremde System zurück und beenden Sie Kermit. Sie
erhalten wieder den Shell-Prompt des anderen Rechners:
Kopieren Sie einige Dateien in das Arbeitsverzeichnis:
Lassen Sie den fremden Frosch noch einmal springen:
Übertragen Sie die Binärdateien:
Wechseln Sie wieder auf das lokale System und nehmen Sie die Dateien in
Empfang. Kehren Sie dann auf den fremden Rechner zurück und beenden Sie
Kermit:
Loggen Sie aus dem fremden Rechner aus. Eventuell müssen Sie
logout
statt
exit
benutzen:
Verlassen Sie Kermit:
Im nächsten Beispiel benutzen wir Kermit via TCP/IP auf einem
Internet-System:
Geben Sie den Namen des fremden Rechners als Port für TCP/IP-Verbindungen
an, und initialisieren Sie die Verbindung. Loggen Sie ein wie auf beliebigen
anderen UNIX-Systemen auch:
Starten Sie Kermit auf dem fremden Rechner:
Wechseln Sie in ein Verzeichnis, in dem Dateien stehen, und übertragen
Sie einige TEX-Dateien:
Kehren Sie mit CTRL-Backslash und c kurzzeitig auf das lokale System
zurück, um die Dateien zu empfangen:
Kehren Sie wieder auf den fremden Rechner zurück und verlassen Sie
Kermit:
Wenn Sie die Shell des Remote-Systems verlassen, befinden Sie sich wieder im
lokalen Kermit:
Verlassen Sie schließlich auch den lokalen Kermit. Sie landen wieder bei
Ihrem lokalen Shell-Prompt:
Im folgenden Beispiel benutzen wir Kermit, um in einen fremden Rechner
einzuloggen und eine Textdatei zu übertragen, ohne daß wir dazu
irgendein Kommunikations-Utility auf dem fremden Rechner aufrufen. Der Trick
besteht darin, daß wir die Datei auf dem Bildschirm anzeigen lassen und
Kermits Protokollfunktion benutzen, um die Datei mitzuschreiben:
Setzen Sie die Kommunikationsparameter und rufen Sie an:
Initialisieren Sie die Verbindung und loggen Sie ein:
Wechseln Sie in das Verzeichnis, das die gewünschte Datei
elm.rc
enthält:
Als nächstes werden wir mit dem Befehl
cat
die Datei anzeigen und gleichzeitig die Protokollfunktion auf dem lokalen
System einschalten. Tippen Sie den Befehl
cat
, aber schicken Sie ihn noch nicht mit RETURN ab; wechseln Sie statt dessen
mit CTRL-Backslash und c zurück auf das lokale System:
Öffnen Sie die Protokolldatei, in der die Sitzung mitgeschrieben wird:
Wechseln Sie wieder auf den fremden Rechner, wo der
cat
-Befehl noch wartet, und führen Sie ihn mit RETURN aus:
Nachdem Sie RETURN gedrückt haben, wird die Datei
elm.rc
auf dem Kermit-Bildschirm angezeigt und gleichzeitig in der Datei
mitgeschrieben, die Sie vorab für diesen Zweck geöffnet haben:
sample.elm.rc
auf dem lokalen Rechner. Wechseln Sie nach Beendigung des Befehls zurück
auf das lokale System, um die Protokollfunktion auszuschalten:
Verlassen Sie Kermit.
Der Dateiinhalt ist in der Protokolldatei festgehalten worden. Sie müssen
lediglich die zusätzliche Zeile am Dateiende entfernen, die den
Systemprompt enthält, der nach Beendigung des
cat
-Befehls angezeigt wird.
Wenn Sie in Kermit den Befehl
connect
ausführen, gelangen Sie damit in eine Terminalemulation. C-Kermit
emuliert per Voreinstellung ein VT100-Terminal. Sie haben die
Möglichkeit, viele Terminaleinstellungen zu ändern, darunter den
Zeichensatz, die Behandlung der Zeilenenden und die Tastaturbelegung.
Mit dem Kermit-Befehl
show terminal
können Sie sich die wichtigsten Terminaleinstellungen anzeigen lassen. Im
Terminalmodus (in der Kermit-Dokumentation
connect mode
genannt) ist CTRL-Backslash als Escape-Code voreingestellt. Sie haben diesen
Code zusammen mit dem Zeichen c bereits benutzt, um den Terminalmodus zu
verlassen. Die Zeichenfolge ist am Anfang vielleicht umständlich
einzugeben, aber Sie werden sich schnell daran gewöhnen.
Mit der Zeichenfolge CTRL-Backslash gefolgt von einem s können Sie den
Status einer Terminalsitzung anzeigen lassen. Die Anzeige könnte etwa so
aussehen:
Im Terminalmodus können Sie Kermit unterbrechen und eine Shell
öffnen, indem Sie CTRL-Backslash gefolgt von einem Ausrufezeichen oder
dem Klammeraffen eingeben (! oder @). Weitere Befehle, die Sie nach
CTRL-Backslash eingeben können, sind:
C-Kermit konfiguriert sich in der Regel selbst, bevor es andere Befehle
ausführt, indem es die Konfigurationsbefehle aus seiner Datei
$HOME/.kermrc
ausführt. Die meisten Linux-Systeme, die Kermit installiert haben,
gestatten die Konfiguration durch den Benutzer mit Hilfe dieser Datei.
Es kann allerdings auch sein, daß der Systemverwalter Kermit so
konfiguriert hat, daß es statt dessen eine Systemkonfigurationsdatei
benutzt. Diese Datei heißt wahrscheinlich
/usr/local/lib/kermit/ckermit.ini
. Der Systemverwalter kann Kermit so konfigurieren, daß eine eventuell
vorhandene, lokale Konfigurationsdatei eines Benutzers Vorrang vor der
systemweiten Initialisierungsdatei bekommt -- oder auch nicht.
Wenn Ihr System zu den freizügigeren gehört, können Sie Ihre
eigene
$HOME/.kermrc
-Datei einrichten, indem Sie die Systemdatei
ckermit.ini
kopieren. Ein Beispiel:
Diese Datei enthält die Standardbefehle zur Konfiguration von Kermit. Sie
können entweder diese Datei oder eine andere mit dem Namen
$HOME/.mykermrc
anpassen; die Werte in diesen Dateien haben dann Vorrang vor der
Standardkonfiguration. Sie können die Standarddatei auf
.mykermrc
kopieren, um letztere dann anzupassen:
Wenn Sie die Datei
$HOME/.mykermrc
statt Ihrer
.kermrc
-Datei modifizieren, können Sie ganz schnell die von Ihnen
ausgelösten Veränderungen des Kermit-Verhaltens isolieren und
debuggen. Mit dem Schalter
-Y
auf der Befehlszeile bewirken Sie, daß die vorhandene
Initialisierungsdatei (oder die Dateien) nicht gelesen wird. Wenn Sie mit der
Option
-y
den Pfadnamen einer anderen Konfigurationsdatei angeben, wird C-Kermit diese
benutzen.
Normalerweise werden Sie die meisten Einstellungen in der ursprünglichen
Konfigurationsdatei unverändert übernehmen. Wahrscheinlich habe Sie
aber ein paar bevorzugte Übertragungsprotokolle, Terminaleinstellungen,
Makrodefinitionen usw. Wir empfehlen, die Datei
/usr/local/lib/kermit/ckermod.ini
nach
$HOME/.mykermrc
zu kopieren und Ihre Anpassungen in der zuletzt genannten Datei vorzunehmen.
Seien Sie nicht zu ehrgeizig -- ändern Sie nur dann, wenn es nötig
ist, und testen Sie nach jeder Anpassung, ob Sie den beabsichtigten Effekt
erzielt. Wenn Sie zu viele Änderungen auf einmal durchführen, kann
es schwierig werden, die fehlerhafte Stelle zu finden, falls Kermit nicht
erwartungsgemäß funktioniert.
Die Konfigurationsdatei von Kermit hat ein überschaubares Format. Zum
großen Teil besteht sie aus
set
-Befehlen, mit denen solche Dinge wie Modemtyp,
Übertragungsgeschwindigkeit und Portnummer festgelegt werden. In dieser
Datei können auch echo-Zeilen stehen, um Nachrichten an den Benutzer
auszugeben. Kommentare stehen hinter einem Semikolon in der Zeile. Die Datei
könnte beispielsweise so aussehen:
C-Kermit bietet viel mehr Möglichkeiten, als wir hier beschreiben
können; einige davon werden Sie nur zur Kenntnis nehmen, wenn Sie etwas
darüber lesen.
Man würde ein ziemlich dickes Buch brauchen, um Kermit umfassend zu
beschreiben, und glücklicherweise gibt es ein solches Buch bereits:
Using C-Kermit: Communication software for UNIX, VMS, OS/2, AOS/VS, OS-9,
Amiga, Atari ST
. Auch eine deutsche Version ist vorhanden:
C-Kermit -- Einführung und Referenz
. (Für die MD-DOS-Version von Kermit sind Bücher auf englisch,
deutsch, japanisch und wahrscheinlich in weiteren Sprachen veröffentlicht
worden, aber wir wollen uns hier nur mit Linux befassen. Allerdings
funktionieren die verschiedenen Versionen von Kermit, die von der Columbia
University vertrieben werden, alle in ähnlicher Weise, so daß Sie
Befehle, die Sie für eine Version gelernt haben, auch in anderen
Versionen benutzen können.)
Eine knappe Konfigurationsanleitung für C-Kermit ist in der Distribution
enthalten -- ebenso wie eine Online-Hilfe. Die Dokumentationsdateien zu
C-Kermit sind eventuell im Verzeichnis
/usr/local/lib/kermit
abgelegt.
Auf dem FTP-Rechner kermit.columbia.edu finden Sie auch deutsche und
portugiesische Dokumentation zu früheren Versionen von Kermit, die auch
heute noch von Nutzen sein kann. Außerdem stehen dort Artikel, die zu
Kermit veröffentlicht wurden, sowie Informationen zur Benutzung von
Kermit durch Blinde und Sehbehinderte. Sie finden diese Dokumente in
/kermit/doc
.
Da Kermit nicht Bestandteil der Standard-Linux-Distributionen ist, Sie aber
auf jeden Fall ein Nachschlagewerk brauchen, um alle Fähigkeiten von
Kermit ausnutzen zu können, geben wir Ihnen hier einige weitere Hinweise
dazu, wo Sie die notwendige Dokumentation auftreiben können:
Weitere Hilfestellung zu C-Kermit und Informtionen zu Updates und Problemen
mit Kermit finden Sie in den Beiträgen der News-Gruppe
comp.protocols.kermit
. Sie können die Online-Zeitschrift
Info-Kermit Digest
bestellen (die auch an
comp.protocols.kermit
geschickt wird), indem Sie eine Nachricht an den Mail-Server schicken, die im
Textteil folgendes enthält:
Benutzen Sie im Internet die Adresse
listserv@cuvma.cc.columbia.edu
und in BITnet/EARN
LISTSERV@CUVMA.BITNET
.
Neben der Manual-Page zu
kermit
verfügt C-Kermit noch über eine ganz hervorragende Online-Hilfe, die
Sie im interaktiven Modus benutzen können. Geben Sie einfach zu einem
beliebigen Zeitpunkt während der Arbeit mit
kermit
ein Fragezeichen (?) ein. Die eingebaute Hilfefunktion zeigt dann entweder
eine Nachricht an, eine Liste der in Frage kommenden nächsten Schritte,
oder eine Liste der Dateien, die verschickt oder empfangen werden können
(was immer gerade benötigt wird). Es folgen ein paar Beispiele für
die Benutzung der Online-Hilfe:
Weil mit dem Fragezeichen die Kermit-Hilfe aufgerufen wird, müssen Sie
einen Backslash (\) voranstellen, wenn Sie das Fragezeichen als Teil eines
Befehls eingeben möchten, wo es als Wildcard dient. Ein Beispiel: Wenn
Sie von einem anderen Rechner die Dateien
megadoom.h
und
megadoom.c
übertragen möchten, können Sie dazu folgendes eingeben:
Wenn Sie statt dessen eingeben:
wird C-Kermit versuchen, weiterzuhelfen, indem es anzeigt:
Auf der Kermit-Befehlszeile können Sie auch die Befehle
help
und
man
aufrufen. Damit erhalten Sie Informationen darüber, wie die Online-Hilfe
in Ihrer Version von Kermit funktioniert.
Die
Remote-Services
(das Arbeiten auf fremden Rechnern) bilden eine fortschrittliche
Möglichkeit zur einfachen Übertragung einer großen Anzahl an
Dateien, zum Erstellen und Löschen von Dateien auf einem Rechner usw. Wir
wollen diese Möglichkeit hier nicht weiter besprechen, aber als Verwalter
eines Systems, das von anderen Rechnern aus erreichbar ist, müssen Sie
wissen, daß sie in Kermit vorhanden ist.
Wenn C-Kermit als Server betrieben wird, kann ein Kermit auf einem anderen
Rechner eine Verbindung mit dem Server herstellen und dort Kermit-Befehle
ausführen. Diese Befehle können mit der Kermit-internen
Skript-Sprache zu einem Skript zusammengefaßt werden.
In der Voreinstellung sind alle Serverdienste von Kermit aktiviert. Mit dem
Befehl
show server
am Kermit-Prompt können Sie anzeigen lassen, welche der Serverdienste
aktiviert sind. Die Antwort könnte folgendermaßen aussehen:
(Wir geben weiter unten eine kurze Beschreibung dieser Dienste.)
Der Kermit-Verwalter kann mit dem Befehl
disable
beliebige Serverdienste deaktivieren. Die Änderung eines Dienstes
muß geschehen, bevor C-Kermit als Server gestartet wird; die
Änderung wird erst wirksam, wenn C-Kermit das nächste Mal in den
Server-Modus geht. Ein deaktivierter Dienst kann mit dem Befehl
enable
wieder aktiviert werden. Es folgt eine Liste der Serverdienste, die Sie mit
den Kermit-Befehlen
enable
und
disable
kontrollieren können:
Falls Sie sich Gedanken über die Sicherheit von Kermit machen, sollten
Sie diese Einstellungen in der systemweiten C-Kermit-Initialisierungsdatei
/usr/local/lib/kermit/ckermit.ini
vornehmen.
Wir haben hier nicht genug Platz, um den vollen Umfang von C-Kermit und seine
Flexibilität zu besprechen. Sie sollten allerdings wissen, daß es
diese Fähigkeiten hat. In
Using C-Kermit
finden Sie eine ausführliche Darstellung.
Das Protokoll Zmodem, das aus den älteren und einfacheren Protokollen
Xmodem und Ymodem entstand, ist ein robustes und schnelles Protokoll für
die Datenübertragung. Es benutzt 32-Bit-CRC (Cyclic Redundancy Checking),
um einen fehlerfreien Datentransfer sicherzustellen. Auf UNIX-Systemen stellt
das Paket RZSZ das am weitesten verbreitete Tool für die Implementierung
des Zmodem-Protokolls dar. Verwandte Protokolle wie Xmodem und Ymodem werden
durch Befehle unterstützt, die Bestandteil des RZSZ-Pakets sind.
Das aktuelle Paket RZSZ enthält folgende Befehle:
sz
beherrscht die automatische Dateiübertragung als Antwort auf eine
eingehende
rz
-Anforderung, und
rz
verarbeitet übertragene Ymodem- oder Zmodem-Dateien automatisch.
sz
kann außerdem als Filter benutzt werden, um die Standardeingabe an den
empfangenden Rechner zu leiten. Die RZSZ-Tools zeigen Informationen zur
Dateiübertragung an -- darunter auch die voraussichtliche
Übertragungszeit, das Wiederaufsetzen nach Unterbrechungen, das Erkennen
von Wildcards bei der Auswahl von Dateien sowie die Benachrichtung des
Benutzers bei Übertragungsende. Da die meisten bekannten
Terminalprogramme für PCs (ProComm, Telix und etliche andere) das
Zmodem-Protokoll unterstützen, ist es mit dem Paket RZSZ sehr einfach,
Dateien zwischen Linux-Systemen und DOS, Macintosh, VMS sowie anderen
Betriebssystemen zu übertragen.
Interessanterweise enthalten einige Linux-Distributionen zwar die Befehle
sz
und
rz
, jedoch fehlen eventuell einige Teile des Pakets (einschließlich der
Manual-Pages). Wir nennen deshalb im nächsten Abschnitt einige
FTP-Archive, aus denen Sie das komplette Paket beziehen können.
In der Mehrzahl aller Fälle werden Sie Xmodem oder Ymodem nicht brauchen,
deshalb beschränken wir uns auf die Fähigkeiten von
sz
und
rz
.
Das Paket RZSZ gehört nicht ausdrücklich zu den Linux-Tools; deshalb
kann es sein, daß Sie keine komplette Zusammenstellung des Pakets
speziell für Linux finden. Mit Hilfe von
archie
waren wir allerdings in der Lage, eine Reihe von Archiven aufzuspüren, in
denen das Paket für verschiedene Betriebssysteme angeboten wird --
darunter befinden sich auch FreeBSD-FTP-Archive. In den Archiven, die
Standard-UNIX-Quelldateien anbieten, stehen die Quellen des RZSZ-Pakets in
comp.sources.unix\volume12
-- beispielsweise auf ftp.cs.umn.edu und plaza.aarnet.edu.au. Sie finden die
Quelltextdateien außerdem auf ftp.cc.utexas.edu in
/source/comm/Zmodem
.
Interessanterweise stammen die aktuellen RZSZ-Quelltexte nicht aus dem
Internet. Sie stehen im BBS TeleGodzilla in Portland, Oregon, USA, das Sie
unter der Modemnummer +1-503-621-3746 erreichen. In
/usr/spool/uucppublic/FILES
finden Sie eine Liste der Dateien, die Sie von diesem BBS herunterladen
können. Das BBS (
omen.uucp
) wird von der Firma Omen Technology, Inc., 17505-V Northwest Sauvie Island
Road, Portland, OR 97231, USA unterhalten. Wenn Sie mit UUCP auf diesen
Rechner zugreifen wollen, brauchen Sie folgende Zugangsinformationen:
Omen Technology bietet ein gedrucktes Handbuch zum RZSZ-Paket an, das Sie
besorgen können, falls die Manual-Pages nicht ausreichen. Sie können
das Buch unter der normalen Telefonnummer von Omen Technology bestellen:
+1-503-621-3406. Bitte wählen Sie diese Nummer nicht per Modem an!
Die übliche Methode,
sz
zu benutzen, ist das Herstellen einer Verbindung zum Remote-System mit
anschließendem Einloggen. Danach rufen Sie
sz
mit den passenden Flags auf, und Zmodem wird automatisch die angeforderten
Dateien auf Ihr System übertragen -- die Dateinamen bleiben erhalten.
(Die Zmodem-Tools sind beim Umgang mit Dateinamen nicht sehr clever; falls Sie
also Dateien auf ein DOS-System übertragen, müssen Sie aufpassen,
wenn die Dateinamen nicht in das 8.3-Schema von DOS passen. Wenn Sie eine
Datei namens
filename.extension
übertragen, wird sie als
filename.ext
auf Ihrem DOS-Rechner eintreffen; das sollte keine Probleme bereiten. Wenn Sie
allerdings versuchen, die Datei
filename.more.extension
zu übertragen, werden die meisten Zmodem-Utilities versagen;
wahrscheinlich erhalten Sie eine irreführende Nachricht mit dem Inhalt,
daß die Übertragung beendet wurde.)
Einer der verwirrendsten Punkte bei Zmodem-Übertragungen ist erreicht,
wenn Sie entscheiden müssen, mit welchem Befehl Sie die Übertragung
starten sollen. Sie müssen berücksichtigen, auf welchem System Sie
den Befehl eingeben, und auf welchem System die zu übertragenden Dateien
stehen. Eine überschaubare Methode für Zmodem-Übertragungen ist
es, die Übertragung immer auf dem fremden Rechner zu starten -- egal, ob
Sie einen Upload planen (Dateien an den fremden Rechner senden) oder einen
Download (Dateien vom fremden Rechner empfangen). Ein Beispiel: Nehmen wir an,
daß Sie in den fremden Rechner eingeloggt sind (mit C-Kermit, ProComm
usw.), und daß Sie vom fremden Rechner einige Textdateien auf Ihr
eigenes System übertragen möchten.
Geben Sie dazu etwa folgendes ein:
sz
stellt die Dateien in eine Warteschlange und schickt sie dann nacheinander an
das lokale System. Die Option
-a
steht für »ASCII« und stellt sicher, daß die Codes
für Wagenrücklauf und Zeilenvorschub so behandelt werden, wie es
für das empfangende System korrekt ist.
Wenn Sie andererseits einige Dateien an den fremden Rechner senden (d.h., auf
dem fremden Rechner empfangen) möchten, dann geben Sie einfach ein:
Das Remote-System schickt dann etwa folgenden Prompt:
rz
wartet geduldig, bis Sie auf das lokale System wechseln und dort einen
Zmodem-Sendebefehl eingeben; Sie können dazu
sz
selbst oder Ihre gewohnte Software benutzen. Wenn Sie beispielsweise ProComm
benutzt haben, um den fremden Rechner anzurufen, müssen Sie Page Up (Bild
nach oben) drücken und dann aus dem Pop-up-Menü den Punkt Z)modem
wählen; geben Sie anschließend die Namen der zu übertragenden
Dateien in die ProComm-Eingabezeile ein.
Wenn Sie Dateien mit dem Zmodem-Protokoll von einem Macintosh-System auf ein
UNIX- oder Linux-System übertragen wollen, müssen Sie daran denken,
daß UNIX/Linux keine Dateinamen akeptieren, die Leerstellen enthalten.
Der folgende Befehl prüft einige Textdateien und überträgt dann
nur die
.txt
- und
.doc
-Dateien, die auf beiden System vorhanden und die außerdem auf dem
sendenden System neuer sind. Gleichzeitig werden die NEWLINE-Codes von UNIX in
die CARRIAGE-RETURN/LINEFEED-Kombination von DOS umgewandelt.
Sie können die Ausgabe eines Befehls auf dem fremden Rechner mit dem
»Bindestrich«-Argument (
sz -
) in einer Pipe an
sz
schicken, und
sz
wird die Datei automatisch an Sie weitersenden. Der Dateiname für die
Ausgabe wird gebildet, indem der Prozeß-ID des Prozesses, der die
Standardeingabe an
sz
leitet, ein
s
vorangestellt wird; an das Ende des Dateinamens wird ein
.sz
angehängt. Wenn Sie beispielsweise die Manual-Page zum Befehl
sz.1
des Remote-Systems (natürlich gibt es verschiedene Versionen der
Software) ausdrucken lassen möchten, könnten Sie eingeben:
Dabei entfernt die Option col -b alle Formatierungen, die der Befehl
man
in die formatierte Ausgabe eingefügt hat, um Bereiche des Textes auf dem
Bildschirm hervorzuheben. Das Bindestrich-Argument weist
sz
an, die Datei an Ihr lokales System zu schicken. Wenn Sie die Verbindung
unterbrechen und nachsehen, werden Sie die Datei wahrscheinlich unter einem
Namen wie
\tmp\s7750.sz
vorfinden. (Das Verzeichnis
\tmp
ist unter allen Kommunikationsprogrammen das am häufigsten benutzte
Verzeichnis für den Empfang von Dateien -- es sei denn, das aktuelle
Verzeichnis wird benutzt.)
Wegen des traurigen Zustandes, in dem sich die RZSZ-Dokumentation in den
Standard-Linux-Distributionen befindet, und weil die RZSZ-Tools keine
Online-Hilfe kennen, haben wir für Sie Zusammenfassungen der wichtigen
Flags erstellt, die Sie für den Einsatz des Zmodem-Protokolls bei der
Dateiübertragung brauchen. Trotzdem sollten Sie sich die Manual-Pages und
eventuell weitere Dokumentation aus einem FTP-Archiv oder BBS besorgen; siehe
auch den Abschnitt
»
RZSZ besorgen
«.
Das Utility
rz
akzeptiert folgende Flags:
Kommen wir zu
sz
. Die meisten
sz
-Optionen werden einfach an des empfangende Programm weitergereicht, das dann
die entsprechende Funktion ausführt. Nicht alle Programme, die
Zmodem-Daten empfangen, sind in der Lage, die angeforderten Optionen zu
erfüllen. Wenn
sz
aufgerufen wird, während die Environment-Variable $SHELL mit einer
eingeschränkten Shell belegt ist (beispielsweise
rsh
), schränkt
sz
die Pfadnamen auf das aktuelle Verzeichnis und den Inhalt der Variablen
$PUBDIR (falls diese belegt ist) sowie die Unterverzeichnisse derselben ein;
dies wird oft mit UUCP angewendet.
Die gebräuchlichsten Optionen von
sz
haben folgende Bedeutung:
Sie können
sz
in einem speziellen Testmodus aufrufen:
Bei diesem Aufruf zeigt
sz
alle 256 8-Bit-Zeichencodes auf Ihrem Terminal an. Wenn Sie Probleme haben,
Dateien intakt zu übertragen, können Sie mit diesem Befehl
herausfinden, welche Zeichencodes von den Betriebssystemen ausgewertet werden.
Das Protokoll Zmodem unterstützt nur Datei- und Pfadnamen bis zu einer
Länge von 127 Zeichen.
Der Anruf bei einem RZSZ-Utility durch die meisten Versionen von
cu
unter UNIX wird normalerweise nicht klappen, weil die meisten
cu
-Implementierungen mit den RZSZ-Tools um die Zeichen vom Modem konkurrieren.
(C-Kermit kann neuerdings anscheinend benutzt werden, aber das haben wir noch
nicht ausprobiert.)
Auf den meisten Linux-Systemen sind verschiedene andere Pakete installiert,
die Sie vielleicht benutzen möchten. In den entsprechenden HOWTO- und
sonstigen Dokumentationsdateien finden Sie Informationen über diese
Pakete.
Das Hilfsprogramm
term
ist ein Client/Server-System, mit dessen Hilfe Sie Ihre serielle Leitung
multiplexen können -- d.h., daß Sie über eine einzige
Wählleitung mehrfach einloggen können.
term
gestattet außerdem, Netzclients (wie z.B.
telnet
,
ftp
und Mosaic) über die serielle Leitung zu betreiben. Sie können
term
sogar benutzen, um fremde X Window System-Clients auf Ihrem lokalen System
darzustellen. Sie haben also beispielsweise die Möglichkeit, gleichzeitig
eine X-Sitzung auf einem fremden Rechner zu starten, Dateien auf Ihr System
herunterzuladen und E-Mail zu verschicken. Diese Fähigkeiten lassen sich
am besten mit einem High-Speed-Modem nutzen; mit 28.800 bps (möglichst
nach dem Standard V.34) läßt es sich bequem arbeiten.
term
hat gewisse Ähnlichkeiten mit SLIP (siehe den Abschnitt
»
Die SLIP-Konfiguration
«
), aber
term
kann auch von einem normalen Benutzer ausgeführt werden -- Sie brauchen
also keine
root
-Berechtigung auf einem der Systeme oder ein spezielles Wählprogramm
für SLIP.
Sie müssen in einen Shell-Account auf einem UNIX-System einwählen
können, um
term
zu benutzen. Kompilieren Sie die
term
-Software sowohl auf dem UNIX-System als auch auf Ihrem Linux-Rechner.
Wählen Sie dann in das andere System ein und rufen Sie dort
term
auf; es wird anschließend die Datenübertragung über Ihre
Wählverbindung erledigen. Auf dem lokalen Rechner lassen Sie Ihr
Kommunikationsprogramm (etwa Kermit) im Hintergrund laufen und rufen
term
auf, um die Wählverbindung von Ihrem Linux-System aus zu kontrollieren.
Die beiden
term
-Programme kommunizieren dann über die Modemleitung miteinander.
Um auf der Leitung, die von
term
kontrolliert wird, in den fremden Rechner einzuloggen, können Sie
trsh
benutzen. Damit starten Sie über die Modemleitung eine Shell auf dem
Remote-System. Sie können
trsh
mehrfach aufrufen (in verschiedenen Fenstern oder auf mehreren virtuellen
Konsolen), und z.B. mehrere Login-Sitzungen auf dem fremden System starten.
Sie können verschiedene Netzclients zusammen mit
term
benutzen (darunter
telnet
,
ftp
, Mail-Programme usw.). Die Clients müssen für die Zusammenarbeit
mit
term
kompiliert werden; viele solcher Clients stehen unter Linux zur
Verfügung. Damit diese Clients funktionieren, muß das fremde System
eine Verbindung zum Internet haben (oder zu einem anderen LAN) -- alle
Netzanfragen werden über die Modemleitung an den fremden Rechner
geschickt. Auf diese Weise schaffen Sie für Ihren Rechner quasi einen
Anschluß an das Netz; Sie können direkt von Ihrem Linux-System aus
per
telnet
oder
ftp
jedes andere System im Internet ansprechen. Auch der WWW-Browser Mosaic, den
wir im Abschnitt
»
NCSA Mosaic benutzen
«
besprechen, arbeitet mit
term
zusammen.
Das HOWTO zum Linux-Term beschreibt dieses System im Detail; viele
Linux-Distributionen enthalten
term
als zusätzliches Softwarepaket.
Zwei andere Pakete sollen noch erwähnt werden.
pcomm
ist ein Paket für die Datenkommunikation, das bewußt dem DOS-Paket
ProComm nachempfunden wurde -- dem beliebtesten Kommunikationspaket für
DOS.
Seyon
bietet eine Reihe von umfangreichen Tools für Terminalemulation und
Datenübertragung.
Sollten wir Ihr Lieblingsprogramm für die Dateiübertragung oder die
Datenkommunikation vergessen haben, möchten wir uns dafür
entschuldigen&emash;es handelt es sich hierbei um einen Bereich, in dem
Linux eine geradezu peinliche Vielfalt an Tools bietet. Andererseits ist es
uns vielleicht gelungen, Sie von Ihren einfacheren Tools wegzubringen und Ihre
Aufmerksamkeit auf die leistungsfähigeren Programme zu lenken.
# make linux
# make linuxtcp
# make linuxtcps
# make clean
# make linuxtcp KFLAGS=-DNOHISPEED
# chmod 755 wermit
# mv wermit /usr/local/bin/kermit
# make clean
# chmod 644 ckuker.nr
# mv ckuker.nr /usr/man/man1/kermit.1
C-Kermit interaktiv
$ kermit
Dateien übertragen
$ kermit
C-Kermit 5A(190), 10 Dec 94, Linux 1.0.9
Type ? or HELP for help
Linux Kermit>
Linux Kermit> set modem hayes
Linux Kermit> set line /dev/modem
Linux Kermit> set speed 9600
Linux Kermit> set parity none
Linux Kermit> set dial timeout 60
Linux Kermit> dial 1-508-555-5000
Dialing 1-508-555-5000
Device=dev/modem, modem=hayes, speed=9600
Call completed.
Linux Kermit> connect
Welcome to the World.
Login: mdw
Password: Geben Sie Ihr Paßwort ein-es wird nicht angezeigt.
You have new mail.
world$
world$ cd working
world$ man kermit | col -b > kermit.1
world$ kermit
C-Kermit 5A(189), 30 Jun 93, Silicon Graphics IRIX 4.0
Type ? or HELP for help
C-Kermit> set prompt {world-k> }
world-k>
world-k> send kermit.1
world-k> ^\c
Linux Kermit> r
Linux Kermit> ^\c
world-k> exit
world$
world$ cp ../bin/lp* .
world$ kermit
C-Kermit 5A(189), 30 Jun 93, Silicon Graphics IRIX 4.0
Type ? or HELP for help
C-Kermit>
C-Kermit> set file type binary
C-Kermit> mget lp*
C-Kermit> ^\c
Linux Kermit> receive
Linux Kermit> ^\c
C-Kermit> exit
world$
world$ exit
Communications disconnect (back at local system)
Linux Kermit>
Linux Kermit> exit
$
world$ kermit
C-Kermit 5A(189), 30 Jun 94, Silicon Graphics IRIX 4.0
Type ? or HELP for help
C-Kermit>
C-Kermit> set port tcp pond.walden.com
C-Kermit> connect
Linux 1.0.9
login: mdw
password: Paßwort eingeben
pond$
pond$ kermit
C-Kermit 5A(190), 10 Dec 94, Linux 1.0.9
Type ? or HELP for help
Linux Kermit>
Linux Kermit> cd /book/linux
Linux Kermit> msend *.tex
Linux Kermit> ^\c
Linux Kermit> receive
Linux Kermit> ^\c
Linux Kermit> exit
pond$
pond$ exit
Communications disconnect (back at local system)
C-Kermit> exit
world$
pond$ kermit
C-Kermit 5A(190), 10 Dec 94, Linux 1.0.9
Type ? or HELP for help
Linux Kermit>
Linux Kermit> set modem hayes
Linux Kermit> set line /dev/modem
Linux Kermit> set speed 19200
Linux Kermit> set parity none
Linux Kermit> set dial timeout 60
Linux Kermit> dial 1-617-739-9753
Dialing 1-617-739-9753
Device=dev/modem, modem=hayes, speed=9600
Call completed.
Linux Kermit>
Linux Kermit> connect
Welcome to the World.
Login: mdw
Password: Paßwort eingeben
world$
world$ cd /usr/local/lib
world$ cat elm.rc^\c
Linux Kermit>
Linux Kermit> log session sample.elm.rc
Linux Kermit> connect
world$ cat elm.rc
world$ ^\c
Linux Kermit> close session
Linux Kermit> exit
pond$
Terminalverbindungen
C-Kermit> ^\s
Connected through /dev/ttyh5, speed 19200
Terminal bytesize: 7, Command bytesize: 7, Parity: none
Terminal echo: remote
Carrier Detect (CD): On
Dataset Ready (DSR): Off
Clear To Send (CTS): Off
Ring Indicator (RI): Off
Data Terminal Ready (DTR): On
Request to Send (RTS): On
C-Kermit>
C-Kermit individuell anpassen
$ cp /usr/local/lib/kermit/ckermit.ini ~/.kermrc
# cp /usr/local/lib/kermit/ckermod.ini ~/.mykermrc
set modem telebit ; Trailblazer-Initialisierung benutzen
set line /dev/modem ; /dev/modem entspricht COM1 unter DOS
set speed 9600 ; Höchstgeschwindigkeit für diesen alten
Gaul
dial 1170 ; Nicht auf Anrufe warten.
echo Call Waiting has been turned off so your session won't be interrupted.
echo Ready for 'dial' instruction: provide the full number to dial.
Dokumentation
subscribe: ihr-name
Interne Hilfe
send server set show space statistics stop stay
send server set
C-Kermit> get megadoom.\?
C-Kermit> get megadoom.?
File(s) to get, one of the following:
megadoom.bak megadoom.c megadoom.exe megadoom.h
Kermit als Server
C-Kermit> show server
Function Status
GET enabled
SEND enabled
REMOTE CD/CWD enabled
REMOTE DELETE disabled
REMOTE DIRECTORY enabled
REMOTE HOST disabled
REMOTE SET disabled
REMOTE SPACE enabled
REMOTE TYPE enabled
REMOTE WHO disabled
BYE disabled
FINISH enabled
Weitere Fähigkeiten von C-Kermit: Ein kurzer Überblick
Dateiübertragung mit Zmodem
RZSZ besorgen
Any ACU 1200 1-503-621-3746 se:--se: link ord: Giznoid in:--in: uucp
Dateien senden und empfangen
$ sz -a *.txt
$ rz
rz ready to begin transfer, type "sz file ..." to your modem program
**B0100000023be50
$ sz -YAn *.txt *.doc
man sz | col -b | sz --
Zusammenfassung der Optionen zu rz und sz
Einige Hinweise zur Benutzung von Zmodem
$ sz -TT
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