Bei der Texteingabe sind einige Besonderheiten zu beachten. In
LaTeX werden Wörter duch ein oder mehrere
Leerzeichen bzw. einem
Zeilenwechsel getrennt.
Der Abstand
zwischen den Wörtern wird hierdurch
nicht beeinflußt. Folgende Angaben in hallo.tex bewirken also das
gleiche:
Grüne Tomaten ißt man nicht.
Grüne Tomaten ißt man nicht.
Grüne Tomaten
ißt man nicht.
Geben Sie bitte für die nun folgenden Erklärungen unten stehenden Text
ohne
die Zeilennummern ein und speichern diese unter der Datei design.tex ab.
01 \documentstyle[german,umlaut]{book}
02
03 \begin{document}
04
05 Bei der Verwendung von LaTeX verfallen viele Autoren in
06 den Fehler, nach Angabe der logischen Struktur das von
07 LaTeX bestimmte Layout verbessern zu wollen. Dabei
08 spielen für sie ästhetische Gesichtspunkte die
09 wichtigere Rolle: das fertige Schriftstück soll schön
10 aussehen, wobei das jeweilige Schönheitsideal natürlich
11 persönlichkeitsgefärbt ist.
12 Professionelle Verlagsdesigner erstellen dagegen ein
13 Layout, das vorrangig die leichte Lesbarkeit und bessere
14 Verständlichkeit beim Leser zum Ziel hat. Hierzu gehören
15 die richtigen Größenverhältnisse und Schriftarten, die
16 maximale Zeilenlänge in Abhängigkeit von der gewählten
17 Schriftgröße, die Einrücktiefe bei Hervorhebungen und
18 vieles mehr.
19
20 \end{document}
Wenn Sie alles genauso eingegeben haben müßte Xdvi folgendes Ergebnis auf dem Bildschirm liefern:
Bei der Verwendung von LaTeX verfallen viele Autoren in den Fehler, nach Angabe der logischen Struktur das von LaTeX bestimmte Layout verbessern zu wollen. Dabei spielen für sie ästhetische Gesichtspunkte die wichtigere Rolle: das fertige Schriftstück soll schön aussehen, wobei das jeweilige Schönheitsideal natürlich persönlichkeitsgefärbt ist. Professionelle Verlagsdesigner erstellen dagegen ein Layout, das vorrangig die leichte Lesbarkeit und bessere Verständlichkeit beim Leser zum Ziel hat. Hierzu gehören die richtigen Größenverhältnisse und Schriftarten, die maximale Zeilenlänge in Abhängigkeit von der gewählten Schriftgröße, die Einrücktiefe bei Hervorhebungen und vieles mehr.
Wie man sieht ist in LaTeX der Zeilenumbruch
unabhängig von der
Texteingabe und erfolgt genauso wie die Trennung automatisch.
Nun will man manchmal der Übersicht halber einen
Zeilenumbruch erzwingen.
Das wäre beispielsweise am Ende der Zeile 11 sinnvoll. Dies
erreicht man indem man nach dem Punkt \\ einfügt. Die betreffende Stelle
sieht dann wie folgt aus:
... Schönheitsideal natürlich persönlichkeitsgefärbt ist.
Professionelle Verlagsdesigner erstellen dagegen ...
Statt eines einfachen Zeilenumbruchs, kann man auch einen
Umbruch mit absoluten Werten machen.
Der Befehl \\ [0.5cm] am Ende der
Zeile 11 würde folgendes bewirken:
... Schönheitsideal natürlich persönlichkeitsgefärbt ist.
Professionelle Verlagsdesigner erstellen dagegen ...
Zur Klarstellung: wir haben jetzt nicht zwei Absätze,
sondern nach wie vor einen Absatz, der lediglich einen Zeilenumbruch
beinhaltet.
Absätze werden durch eine oder mehrere Leerzeilen voneinander getrennt.
Der Abstand zwischen den Absätzen wird hierdurch nicht beeinflußt.
Entfernen Sie nun die Zeichen \\ [0.5cm] am Ende der Zeile 11 und fügen
Sie stattdessen eine Leerzeile zwischen Zeile 11 und 12 ein, um einen zweiten
Absatz zu schaffen.
Bevor Sie einen Durchlauf starten, ist Ihnen übrigens schon
aufgefallen, daß in Ihrem Dokument LaTeX steht und nicht LaTeX ? Probieren
Sie es doch mal mit \LaTeX\
anstelle von LaTeX!
So, jetzt haben wir zwei Absätze, was wir an den Einrückungen erkennen. Es wäre natürlich von Interesse zu wissen, wie man nun den Abstand zwischen den Absätzen beeinflußen kann. Dies kann man sowohl durch die Angabe absoluter Werte erreichen, als auch durch Befehle, die den Abstand relativ zur gewählten Schriftgröße festlegen. Dies hat gegenüber absoluten Werten den Vorteil, daß die Abstände der Schriftgröße angepaßt werden. Die Befehle hierfür sind selbsterklärend:
\smallskip \medskip \bigskipFügen Sie nun vor
Professionelle ... den Befehl \smallskip
ein und schauen Sie sich den erzielten Effekt an.
Manchmal will man die Einrückung
unterdrücken, da es sich zwar um
einen neuen Absatz handelt, aber z. B. kein neuer thematischer Zusammenhang
gegeben ist. Dies geschieht mit dem Befehl \noindent. Wenn
Sie diesen
Befehl auf den zweiten Absatz anwenden, werden Sie feststellen, daß es nicht
egal ist, welchen Befehl man zuerst eingibt. Die Folge
\noindent\smallskip bringt folgendes auf den Bildschirm:
...ästhetische Gesichtspunkte die wichtigere Rolle: das fertige Schriftstück soll schön aussehen, wobei das jeweilige Schönheitsideal natürlich persönlichkeitsgefärbt ist.
Professionelle Verlagsdesigner erstellen dagegen ein Layout, das vorrangig die leichte Lesbarkeit und bessere
Verständlichkeit beim Leser zum Ziel hat. Hierzu gehören die richtigen Größenverhältnisse und Schriftarten...
Statt vor dem zweiten Absatz, wurde der Abstand nach
der ersten Zeile des zweiten Absatzes eingefügt. Richtig
wäre es genau anders rum, also \smallskip\noindent.
Es gibt kein Patentrezept, wie man solche Fehler
vermeidet. Wenn auch nicht immer, so hilft jedoch oft die Logik.
So gesehen muß unsere erste Anweisungsfolge natürlich ein falsches
Ergebnis liefern, da die Befehle in dieser Reihenfolge abgearbeitet werden:
1. Rücke erste Zeile nicht einRichtig müßte unser Text nun wie folgt aussehen:
2. Mache einen Abstand
Bei der Verwendung von LaTeX verfallen viele Autoren in den Fehler, nach Angabe der logischen Struktur das von LaTeX\ bestimmte Layout verbessern zu wollen. Dabei spielen für sie ästhetische Gesichtspunkte die wichtigere Rolle: das fertige Schriftstück soll schön aussehen, wobei das jeweilige Schönheitsideal natürlich persönlichkeitsgefärbt ist.
Professionelle Verlagsdesigner erstellen dagegen ein Layout, das vorrangig die leichte Lesbarkeit und bessere Verständlichkeit beim Leser zum Ziel hat. Hierzu gehören die richtigen Größenverhältnisse und Schriftarten, die maximale Zeilenlänge in Abhängigkeit von der gewählten Schriftgröße, die Einrücktiefe bei Hervorhebungen und vieles mehr.