Dieses abschließende Beispiel stellt eine kleine Entwicklungumgebung für C- und C++-Projekte dar. Über das File-Menü können Project-Files geladen, bzw. gespeichert werden und Source-Files hinzugefügt, bzw. entfernt werden. Dabei werden die Implementierungs-Dateien (.c, .cc) im Canvas unter der Rubrik Files hinzugefügt, mit Hilfe des Unix-Standardtools grep nach #include-Direktiven durchsucht und die Headerfiles (.h) entsprechend im Canvas unter der Rubrik Dependencies eingefügt. Beide Rubriken ( Files, Dependencies) werden intern durch Listen repräsentiert. Außerdem werden in einem zusätzlichen Array ( dep) für jedes File die includierten Headerdateien gespeichert. Durch einen Doppelklick auf einen Dateinamen im Canvas-Widget, wird diese Datei in einem Editor geöffnet.
Über den Menüpunkt Build kann das Projekt compiliert, das compilierte Programm gestartet oder debuggt werden. Außerdem können über update Dependencies\ die Abhängigkeiten neu erzeugt werden und mit delete Objekts die Objektdateien gelöscht werden. Beim Compilieren wird zuerst aufgrund des Arrays dep ein Makefile generiert und anschließend mit dem Programm make die Binärdatei erzeugt. Die Ausgabe von make wird in das Text-Widget unterhalb des Canvas-Widgets umgeleitet um dem Anwender eventuelle Fehlermeldungen anzuzeigen.
Im Menupunkt Options können unter general die allgemeinen Einstellungen wie die Compilernamen für C-, C++-Compiler, der Name des benutzten Editors, der Name des Debuggers sowie den für das Makefile benötgten Debugschalter (-g) eingestellt werden.
Neben dem Canvas-Widget, welches das Projekt visualisiert befindet sich ein Optionsfeld, in dem die Projekteinstellungen (Library-Path, Include-Path, Linker-Options , Compiler-Options, Debug-/Release-Version sowie C oder C++ Compiler) vorgenommen werden können.
Figure: Entwicklungsumgebung, cde