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Das Utility syslogd schreibt verschiedene Systemaktivitäten mit, so z.B. die Debugging-Meldungen von sendmail und Warnungen des Kernels. syslogd läuft als Dämon und wird in der Regel beim Booten aus einer der rc -Dateien gestartet.
Die Datei /etc/syslog.conf wird benutzt, um festzulegen, wo syslogd Informationen ablegt. Diese Datei könnte folgendermaßen aussehen:
*.=info;*.=notice /var/adm/messages mail.debug /var/adm/maillog *.=warn /var/adm/syslog kern.emerg /dev/console
Das erste Feld jeder Zeile bestimmt, welche Meldungen protokolliert werden sollen und das zweite Feld gibt an, wohin die Meldungen geschrieben werden. Das erste Feld hat das Format:
ursprung.level [; ursprung.level ... ]
Dabei bezeichnet der Ursprung das Systemprogramm oder die Komponente des Systems, die die Meldung verursacht, und der Level gibt an, wie schwerwiegend die Meldung ist.
Der Ursprung kann z.B. mail sein (für den Mail-Dämon), kern (für den Kernel), user (für Benutzerprogramme) oder auth (für Programme, die den Zugang zum System kontrollieren wie etwa login oder su ). Ein Stern in diesem Feld steht für Meldungen aus allen Quellen.
Als Level können Sie folgendes angeben (mit zunehmender Wichtigkeit): debug, info, notice, warning, err, \crit, alert oder emerg.
*.info
bedeutet: Level info und höher. Ein exakter Match wird als
*.=info
angegeben. In der oben gezeigten Datei /etc/syslog.conf ehen wir, daß alle Meldungen der Grade info und notice in die Datei /var/adm/messages geschrieben werden, debug-Meldungen (und Meldungen höherer Stufe) des Mail-Dämons gehen nach /var/adm/maillog , und alle Meldungen der Stufe warn werden in /var /adm/syslog protokolliert. Außerdem werden die emerg-Warnungen des Kernels an die Konsole geschickt (das ist die gerade aktive virtuelle Konsole oder ein xterm -Fenster, das mit der Option -C gestartet wurde).
Die von syslogd protokollierten Meldungen enthalten in der Regel das Datum, einen Hinweis auf den Prozeß oder die Komponente, die die Meldung verursacht hat, sowie die Meldung selbst -- alles in einer Zeile. Eine Nachricht des Kernels, die auf Probleme mit Daten in einem ext2fs -Dateisystem hinweist, könnte so in der Logdatei erscheinen:
Dec 1 21:03:35 loomer kernel: EXT2-fs error (device 3/2): ext2_check_blocks_bit map: Wrong free blocks count in super block, stored = 27202, counted = 27853
Ein erfolgreich ausgeführtes su könnte folgendermaßen registriert werden:
Dec 11 15:31:51 loomer su: mdw on /dev/ttyp3
Die Logdateien sind äußerst wichtig beim Aufspüren von Problemen im System. Eine zu groß gewordene Logdatei können Sie mit rm entfernen; sie wird beim nächsten Neustart von syslogd erneut angelegt.
Wahrscheinlich enthält Ihr System bereits einen syslogd und die Datei /etc/syslog.conf in einer brauchbaren Konfiguration. Trotzdem ist es wichtig, daß Sie wissen, wo Ihre Logdateien stehen und welche Programme damit verbunden sind. Falls Sie weitere Meldungen protokollieren lassen möchten (z.B. Debugging-Nachrichten des Kernels, die sehr umfangreich sein können), sollten Sie die Datei syslog.conf editieren und dann den syslogd anweisen, seine Konfigurationsdatei erneut zu lesen. Geben Sie dazu ein:
kill -HUP `cat /etc/syslog.pid`
Beachten Sie die rückwärts gewandten Anführungen, mit denen die Prozeß-ID von syslogd aus /etc/syslog.pid extrahiert wird.
Eventuell sind auf Ihrem System weitere Logdateien vorhanden. Darunter könnten folgende sein:
mdw tty3 Sun Dec 11 15:25 still logged in mdw tty3 Sun Dec 11 15:24 - 15:25 (00:00) mdw tty1 Sun Dec 11 11:46 still logged in reboot ~ Sun Dec 11 06:46
In der Datei /var/adm/wtmp wird auch vermerkt, wann das System neu gestartet wurde.
3:58pm up 4:12, 5 users, load average: 0.01, 0.02, 0.00 User tty login@ idle JCPU PCPU what mdw ttyp3 11:46am 14 - mdw ttyp2 11:46am 1 w mdw ttyp4 11:46am kermit mdw ttyp0 11:46am 14 bash
Wir sehen die Login-Zeiten aller Benutzer (in diesem Fall ein Benutzer, der mehrfach eingeloggt ist) sowie den gerade ausgeführten Befehl. In der Man-Page zu w finden Sie eine Beschreibung aller Felder.
Beachten Sie, daß die Dateien
wtmp
und
utmp
auf verschiedenen Systemen unterschiedliche Formate haben können. Manche
Programme sind so kompiliert, daß sie das eine Format, und andere so,
daß sie das andere Format erwarten. Deshalb kann es passieren, daß
die Befehle, die auf diese Dateien zugreifen, verwirrende oder unrichtige
Informationen ausgeben -- dies gilt besonders dann, wenn die Dateien von einem
Programm geschrieben werden, das ein falsches Format benutzt.