next up previous contents index
Next: Fehlermeldung von LaTeX Up: Index Previous: Verweise auf Bilder


Graphiken einbinden

Im vorangehenden Kapitel wurde ausführlich beschrieben, welche Funktionen LaTeX zur Erzeugung von Graphikprimitiven zur Verfügung stellt. Überdies besteht aber auch noch die Möglichkeit, selbsterstellte oder gescannte Bilder in ein Dokument einzubinden.

Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn naturwissenschaftliche Programme Funktionen zur Verfügung stellen, um Diagramme, Konstruktionszeichungen oder mathematische Anschauungen zu exportieren und in separaten Dateien zu speichern.

Die betreffende Datei muß vom Typ postscript sein, auch sind verschiedene Einstellungen zwingend. Zunächst ist der Befehl documentstyle um die Option psfig zu erweitern. Mit dieser Vereinbarung ist es dann möglich, die betreffende PS--Datei mit dem Befehl


       \psfig{figure=Dateiname.ps}[Opt_1=Arg, ..., Opt_n=Arg]

im laufenden Text einzubinden.

Die Datei Dateiname.ps (sowohl relative, als auch absolute Pfadangabe möglich) wird dann an die Stelle, an der sie im laufenden Text steht, mit genügend Platz zur Umgebung eingesetzt. Verschiedene Optionen werden zur Auswahl angeboten, die jeweils ein Argument erwarten:

Soll beispielsweise die Datei smily.ps eingebunden und zentriert angeordnet werden, so geschieht das folgendermaßen:


       \centerline{\psfig{figure=smily.ps,height=3cm,width=3cm}}

Standardmäßig dreht LaTeX das Bild um +90 Grad (im mathematisch positiven Sinn), deshalb sollte im Normalfall die Option angle=-90 nicht fehlen.

Auch ist zu beachten, daß je nach Wert für height und width die einzubindende Graphik verzerrt werden kann, wie nachfolgend unschwer zu erkennen ist:

Beispiel:


       \centerline{\psfig{figure=smily.ps,height=1.5cm,width=9cm,angle=-90}}



Izak Dayan
Wed Jul 10 12:59:47 MET 1996