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| Achtung : Öffnungszeiten ab Februar 2001 | ||
| Neuzugang im Stadtmuseum Obermühle ist ein Arbeitsplatz des Frisörs aus den 20-er Jahren, der von einem Braunfelser Frisörgeschäft gestiftet wurde und der durch Sachspenden anderer heimischer Frisöre zu einem vollständigen Arbeitsplatz ergänzt werden konnte. |

Stadtmuseum "Obermühle" in Braunfels
| Stadtmuseum Obermühle in Braunfels |
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| Anmeldung bitte bei: | |||
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4,00 DM | ||
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3,00 DM | ||
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2,50 DM | ||
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1,50 DM | ||
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frei | ||
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| Zur Geschichte der Obermühle: |
| (MK) Die Obermühle wurde mit großer Wahrscheinlichkeit im 13. Jahrhundert erbaut und ist damit neben dem Schloß und der Kirche von St. Georgen eines der ältesten Gebäude in Braunfels. Sie diente zunächst als Wehrturm (Schießscharten sind noch heute erkennbar) und zur Sicherung zweier sich kreuzender Handelsstraßen. | |
| Nach der Erbauung der Burg verlor sie bald ihre strategische Bedeutung, bereits im 15. Jahrhundert erhielt sie eine neue Nutzung. Ein Vertrag von 1450 zwischen dem Grafen von Solms-Braunfels und einem Müller belegt dies. Sie diente zunächst nur als Getreidemühle, wurde zu einem späteren Zeitpunkt (eine Rötelzeichnung von der Konstruktion eines Eisenhammers aus der Zeit um 1580 entspricht der Situation der Obermühle) um einen Eisenhammer erweitert. | |
| Genauere Unterlagen finden sich im Jahr 1730, hier wurde die Notwendigkeit der Erneuerung des nicht mehr brauchbaren Eisenhammers erwähnt. Der Bau der hölzernen Unterkonstruktion dieses Eisenhammers, der bei Grabungsarbeiten im Winter 1998/99 freigelegt wurde, wurde mit Hilfe von dendrochronologischen Untersuchungen eindeutig in das Jahr 1731 datiert. | |
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Hölzerne
Unterkonstruktion des Eisenhammers
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| Dieser Eisenhammer blieb jedoch nur kurze Zeit in Betrie, 1742 wurde festgestellt, daß "das Malwerk auf der Obermühle verfallen und der Eisenhammer verlegt sei". | |
| Und dann gab es in der Obermühle noch die "Wasserkunst" mit ihren "Kunstinspektoren", die für den Transport des Wassers auf die Burg bzw. das Schloß (105 Höhenmeter auf einer Länge von 2660 Schuh) verantwortlich waren. | |
| Hiervon geben Nennungen über die Reparatur eines "Triebwerkes" 1661, über die Beschaffung von 760 "Eyserne Röhren" von 3 1/2 Schuh Länge 1663, die Ernennung von Wilhelm Ernst Schalch (geb. 1758, gest. 1848) zum. "Brunnen Kunst Inspektor" 1790 bisher nur eine unklare Vorstellung, insbesondere unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit. Der Transport des Wassers zum Schloß durch leistungsstarke Pumpen, die letzte dieser Pumpen steht in dem Raum zwischen Turm und Halle, wurde 1971 eingestellt. | |
| 1972 sollte das Gebäude der Obermühle, "da zu nichts mehr benötigt", abgerissen werden. Dem Einsatz der sehr aktiven Heimatkundler ist der Erhalt dieses Gebäudes zu verdanken. Sie richteten ein "Heimatmuseum" ein, das im Gegensatz, zum fürstlichen Museum im Schloß, das Leben der "einfachen Leute " zeigt. | |
| Der Ausstellungsbereich: | |
| Das Stadtmuseum Obermühle zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der Bürger, Handwerker und Bauern aus der Zeit der zweiten Hälfte des 19. bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. | |
| Beginnt man den Rundgang durch den Eingang über die alte Söllertreppe, so sieht man im ersten linken Raum eine Schusterwerkstatt, die in früherer Zeit oftmals Bestandteil der Wohnung war. Dahinter befindet sich das "gut bürgerliche" Wohnzimmer der etwas gehobenen Klasse, geradeaus die Küche des Hauses mit vielen interessanten Haushaltsgegenständen früherer Zeit. | |
| Eine steile Treppe führt ins Dachgeschoß des Hauses. Ein bürgerliches Schlafzimmer, eine reichhaltige Sammlung von Puppenstuben und ein Einblick in die Photographie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sind hier untergebracht. | |
| Im Ausgangsbereich des ersten Stocks kommt man durch eine alte Tür (Anno 1840) zu der oberen Empore der Halle, zunächst steht man vor einem Webstuhl aus Tiefenbach, datiert auf den 19. März 1817, der heute noch gelegentlich in Betrieb ist. | |
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Webstuhl aus
Tiefenbach
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| Unter den Schrägen des Daches sieht man auf der einen Seite Geräte zur Flachsbearbeitung. In der gegenüberliegenden Vitrine bekommt man einen Einblick in den Handarbeitsbereich der Frauen. | |
| Der Weg führt dann zu der unteren Empore. Auch hier sieht man Gegenstände aus dem Arbeitsleben der Frauen, so verschiedene Geräte und Gefäße zur Konservierung von Lebensmitteln und dem umfangreichen Bereich der Wäschepflege. | |
| In der Halle findet man einige der wichtigsten Handwerksberufe. Beherrschend für unsere Heimat war der Eisenerzabbau und die Verarbeitung des Eisens. Sehr seltene Ofenplatten und Gußöfen geben einen Einblick in die Handwerkskunst früherer Jahrhunderte. Weiterhin sieht man hier " Werkstätten" des Schmiedes, des Stellmachers und des Küfers. An den Wänden sieht man verschiedene Werkzeuge dieser Handwerker. Die Bäckerei rundet den Ausstellungsbereich der Handwerker ab. | |
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Geräte
und Gefäße zur Konservierung von Lebensmitteln
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| Durch einen Gang erreicht man den "Wasserraum". Hier wird nach Wiederinbetriebnahme des Mühlrades der elektrische Strom mit Wasserkraft auf ökologische Art erzeugt werden. Man findet hier verschiedene Wasserpumpen, einfache Handpumpen sowie die letzte Pumpe (Bauj. 1928), mit der das Wasser bis 1971 zum Schloß gepumpt wurde. | |
| Am Ende des Rundganges kommt man zurück in den "Turm". Hier zeigt sich das freigelegte Kreuzgewölbe dem Besucher in seiner ganzen Schönheit. Besonderes Interesse jedoch verdienen die noch erhaltenen Teile der hölzernen Unterkonstruktion des letzten Eisenhammers im Turm aus dem Jahre 1731. Dieser Raum dient vor allem befristeten Ausstellungen und Veranstaltungen. | |
| Copyright Text "Geschichte und Ausstellungsbereich Stadtmuseum": Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Braunfels 2000 |
Stand: 03.05.2001
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