Touristik



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Bonbaden zählt zu einer der ältesten Ortschaften im Altkreis Wetzlar und wurde erstmals im Jahre 772 in einer Schenkungsurkunde im Lorscher Codex erwähnt. Bis 800 sind weitere 4 Schenkungen nachgewiesen, wobei die Ortsbenennung von Banamaden bis Banamatha geht.
Durchgeführte Grabungen im Jahre 1967 ergaben, daß die heute bewaldeten Westhänge des Solmsbaches als "Ackerterrassen" bereits schon in der Laténezeit von den Kelten angelegt und benutzt wurden. Diese Terrassen sind auch heute noch in den Walddistrikten "Wehrholz", "Eichelgärten" und "Eiserhöll" sichtbor.
Ansicht Bonbaden mit ehem. Bahnhof
Der Übergang über den Solmsbach ist in der nachkarolingischen Zeit eine bedeutende Furt. Die damals wichtige Straße, die "Strata publica" verband die konradinischen Gründungen Weilburg-Wetzlar.
Die malerisch am Berghang liegende Bonbadener Kirche (im 19. Jahrhundert noch genannt als eine der schönsten unter den Landkirchen) mit ihrem machtvollen sechseckigen Turm und interessanten Fresken im Inneren dürfte im frühen Mittelalter erbaut worden sein. Reparatur- und Ausbesserungsarbeiten folgten in den Jahren 1694 und 1833.
Eingang zur Kirche
Sechseckiger Kirchturm
Ein "Johann von Bonbaden" siegelte nachweislich ab 1432, welcher Schöffe der Reichsstadt Wetzlar war, mit seinem Wappen, das als Bonbodener Ortswappen in etwas abgewandelter Form vom Hess. Innenminister am 23.10.1968 genehmigt wurde.
1771/72 war für die Menschen ein besonders hartes Jahr, viele mußten hungern. Um auch für Notzeiten gerüstet zu sein, wenn Mißernten oder Kriege die Bonbadener an den Rand einer Hungerkatastrophe trieben, wurden seither Kartoffeln angebaut.
Eine Mühle am Solmsbach klapperte duch die Jahrhunderte und die Dienste des Müllers nahmen Bauern aus der ganzen Umgebung in Anspruch.
Der Solmsbach
Anfang des 20. Jahrhunderts lebten die Einwohner noch von der Landwirtschaft und dem in unserer Gegend dominierenden Bergbau.
Nach dem Krieg setzte in Bonbaden eine stetige Aufwärtsentwicklung ein. Damit einher ging auch, daß sich das Ortszentrum wandelte. Noch vor ca. 30 Jahren nahm eine schmale, von Bäumen gesäumte Straße ihren Weg durch den Ort. Sie führte auch über die kleine Brücke, unter der der Solmsbach floß. Heute befindet sich an dieser Stelle eine gutausgebaute Ortsdruchfahrt und die Bushaltestelle.
Grundschule
Mehrzweckhalle
1972 feierte Bonbaden seinen 1200 Geburtstag.
Einige Fachwerkhäuser in der Hauptstraße sind baugeschichtlich bedeutungsvoll, die teilweise ein Alter von über 300 Jahre nachweisen können.
Heute ist Bonbaden eine typische Wohnsitzgemeinde mit Pendelverkehr nach Wetzlar und den umliegenden Städten und Gemeinden sowie ansässigen kleinen Gewerbebetrieben.
Auf der heutigen Gemarkungsfläche von rd. 715 ha leben ca. 1.600 Einwohner.

 

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